Innovation: Fokus Kundennutzen - Swissmem Academy

Innovation: Fokus Kundennutzen

Von: Daniel Schweizer, Bildungsmanager

18.03.19

Innovationen sind das Lebenselixier moderner Unternehmen. Wer sich nicht weiterentwickelt, den bestraft der Kunde.

Dieses Zitat stand am 6.1.2019 in der NZZ. Die Autorin weist unmissverständlich darauf hin, dass der Kundennutzen im Fokus jeder Neuerung steht.

 

Heute bewegen sich Unternehmen und Kunden in einer komplexen, dynamischen und globalen Welt. Die Digitalisierung steigert die Geschwindigkeit, Vernetzung und Verfügbarkeit von Daten jederzeit in Echtzeit.

 

Wie können wir unsere Innovationsprozesse an diese veränderte Umwelt anpassen?

 

Herkömmliche Managementmethoden bearbeiten den Prozess schrittweise und erstellen eine Innovationsroadmap. Christina Taylor fragt: Funktionieren Innovationen wirklich so wie betriebswirtschaftliche Funktionsbereiche, so wie Controlling oder Engineering? Wissen wir im Voraus, welche Innovationen entstehen und welche Lösungen am Ende wirklich am Markt und beim Kunden erfolgreich sind? Die Erfahrung zeigt, dass es immer schwieriger wird in einer vernetzten Welt Resultate mit einem linearen, mechanistischen Plan zu erzielen.

 

Vernetzen

Damit wir Neuerungen am Markt umsetzen können müssen wir das Zusammenspiel von folgenden drei Elemente beherrschen: Kundenfokus, Menschenfokus, Planungsfokus.

 

Kundenfokus

Mary Meehan zeigt in einer Studie aus dem Jahr 2014, dass zwei Faktoren über den Erfolg von Innovationen entscheiden:

  • Ein tiefes, ganzheitliches Verständnis für den Kunden und seine Bedürfnisse
  • Unverwechselbare Erlebnisse und Angebote, die die Bedürfnisse des Kunden befriedigen

Menschenfokus

Damit Neues entstehen kann, braucht es eine menschenzentrierte Innovationskultur. Diese Kultur ist Voraussetzung, damit Mitarbeitende gemeinsam und intensiv an überzeugenden Lösungen arbeiten.

 

Planungsfokus

Ein innovatives Projekt soll wie eine Expedition vorbereitet und geplant werden. Jeder Expeditionsleiter weiss, dass er mit Überraschungen umgehen muss, die vielleicht einen neuen Plan erfordern. Dies können Wetterumstürze sein, Teammitglieder, die sich verletzen oder krank werden. Im Geschäftsleben braucht es im Bereich der Planung die Flexibilität, sofort auf Unvorhergesehenes zu reagieren.

 

Co-Creation: Zusammenarbeiten

Christina Taylor meint: Letztlich sichert vor allem die Art, wie wir arbeiten, und die Einstellung, mit der wir neue Projekte angehen, unser künftiges Geschäft. Bei der Swissmem Academy sprechen wir von Co-Creation: Zusammen Neues schaffen.

 

Co-Creation gelingt, wenn Führungskräfte ihren Mitarbeitenden Raum schaffen zur Selbstgestaltung. Sie fördern Vertrauen im Team und richten alle Ressourcen des Unternehmens auf den Kundenbedarf aus.

 

Literatur: Taylor Christina, Oops! Innovation ist kein Zufall