In einem technologischen Umfeld werden Vorhaben zunehmend anspruchsvoller. Technische Fachpersonen und Produktmanager/innen sehen sich täglich mit Entscheidungen konfrontiert, die nicht nur fachliche Expertise, sondern auch die Fähigkeit erfordern, Zusammenhänge zu erkennen und strukturiert zu handeln. Genau an diesem Punkt setzte das firmeninterne Training der Swissmem Academy bei der Securiton AG an.
Wie es dazu kam, welche Ziele das Team verfolgte und welchen Nutzen die Mitarbeitenden aus dem Training ziehen konnten, erzählt Beat Salzmann, Bereichsleiter Produktmanagement und Support bei Securiton AG, im folgenden Erfahrungsbericht.
Warum eine Schulung im systemischen Denken?
Der Auslöser für die Weiterbildung war eine Beobachtung aus dem Alltag. «In Projekten diskutieren unsere Mitarbeitenden oft sehr tief und detailliert», berichtet Beat Salzmann. «Dabei geht manchmal das grosse Bild verloren.» Ziel der Weiterbildung war es deshalb, diese Fähigkeit im Team gezielt zu fördern und eine gemeinsame methodische Basis zu schaffen.
Drei Optionen lagen auf dem Tisch:
- ein klassischer Fachvortrag durch eine akademische Expertin,
- ein bestehender Standardkurs, der jedoch nicht auf die BedĂĽrfnisse von Securiton passte,
- oder eine massgeschneiderte Lernreise, speziell auf Securiton zugeschnitten.
Nach abwägen der Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten, liess sich Salzmann von der dritten Option überzeugen. «Besonders begeistert hat mich, dass das Training konsequent an unserer bestehenden Abteilungskultur ansetzte», so Salzmann.
Bedarfsorientierung als Erfolgsfaktor
Bevor die Swissmem Academy die Lernreise entwickelte, wurde der konkrete Schulungsbedarf gemeinsam mit einem erweiterten Kernteam von Securiton sorgfältig evaluiert. Diese Vorgehensweise schuf ein gemeinsames Verständnis darüber, welche Fähigkeiten aufgebaut werden sollen und wie die Lerninhalte optimal an den Arbeitsalltag andocken können.
«Swissmem verstand es hervorragend, unsere Bedürfnisse aufzunehmen und in ein praxisnahes Konzept zu überführen», fasst Salzmann zusammen. Die klar definierten Etappenziele halfen den Mitarbeitenden, Schritt für Schritt neues Wissen aufzubauen, ohne überfordert zu werden.
Canvas zur systemischen Problemlösung
Ein besonders Element des Trainings war das eigens entwickelte Canvas zur systemischen Problemlösung. Statt hypothetischen Übungsfällen nutzte das Team reale Beispiele aus dem Arbeitsalltag. «Die Arbeit an echten Fällen gab dem Workshop eine hohe Relevanz und Praxisnähe», erklärt Salzmann. Die Teilnehmenden fühlten sich abgeholt, weil das Gelernte sofort in ihrem Projektkontext greifbar wurde.
Das Canvas bot mehrere Vorteile:
- Es schaffte Übersicht und half, das grössere Bild zu erkennen.
- Es strukturierte die Diskussionen und verhinderte, dass sich Teams in Details verlieren.
- Es unterstützte die interdisziplinäre Zusammenarbeit, da alle denselben Denkrahmen nutzten.
Ein zentrales Prinzip war «Mut zur Einfachheit». Es zeigte sich, dass einfache, klare Modelle eine enorme Wirkung entfalten können, gerade dann, wenn sie sofort anwendbar sind. Zudem half die Visualisierung, das grössere Ganze sichtbar zu machen.
Ein weiterer positiver Effekt zeigte sich im Teamwork. «Besonders eindrücklich war, wie schnell die interdisziplinär zusammengesetzten Teams qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielten», berichtet Salzmann.
Das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen förderte zudem den Austausch zwischen Abteilungen und stärkte das Verständnis für die Arbeitsweise der Kolleginnen und Kollegen.
Eine gemeinsame Sprache fĂĽr den Alltag
Einer der nachhaltigsten Effekte des Trainings zeigt sich erst im Nachgang. Das Team spricht heute eine gemeinsame Sprache. Das erleichtert die Kommunikation und ermöglicht es, komplexe Sachverhalte schneller und klarer zu besprechen. Diese gemeinsame Basis schafft Sicherheit und stärkt die Zusammenarbeit. «Systemisches Denken stärkt die Fähigkeit, Ursachen zu erkennen und Probleme strukturiert zu lösen», betont Salzmann.
Fazit
Das firmeninterne Training der Swissmem Academy bei Securiton zeigt, welchen Unterschied eine massgeschneiderte Weiterbildung machen kann. Die Kombination aus
- Bedarfsanalyse,
- klaren Etappenzielen,
- praxisnahen Fallbeispielen,
- einem wirksamen Canvas
- und interdisziplinärer Zusammenarbeit
führte zu einem Trainingsprogramm, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern mit einer gemeinsamen Sprache Arbeitsweisen verändert.
Für Securiton war dies ein Schritt, um das Systems Engineering weiterzuentwickeln und die Qualität der Produktmanagement- und Supportarbeit zu stärken.
Wenn Sie als Unternehmen ähnliche Herausforderungen haben und ein Training suchen, das auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist, unterstützt die Swissmem Academy Sie gerne bei der Konzeption einer eigenen Lernreise.
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